3. Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen – Solwodi und CAP mit Armut und Gesundheit e.V.

Fünf Jahre nach dem ersten internationalen Kongress zur Beendigung der Prostitution in Deutschland seit mehr als 100 Jahren können wir sehen, dass in unserer Gesellschaft das Bewusstsein über die Realitäten der Prostitution und ihrer Bedeutung in einer Gesellschaft, die für sich in Anspruch nimmt, für die Gleichstellung von Frauen und Männern und die Anerkennung der Menschenwürde aller einzutreten, immer mehr wächst.

Wir freuen uns daher sehr über und auf diesen Kongress! 

Datum: 02.04.2019 bis 05.04.2019

„Zusammen mit CAP International und Armut und Gesundheit e.V (Prof. Dr. Gerhard Trabert) richtet SOLWODI vom 2. bis 5. April 2019 in Mainz den 3. Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Mädchen und Frauen aus. In der Universität Mainz werden 350 internationale Gäste erwartet. Internationale Referent*innen, Wissenschaftler*innen, Aussteigerinnen u.a. berichten zum Thema.“

Der Kongress bietet ein vielfältiges Programm, aus dem heraus das Thema der sexuellen Ausbeutung aus verschiedenen Blickwinkeln heraus betrachtet wird.

Veranstaltende sind SOWODI (Solidarity with Women in Distress), CAP (Coalition Abolition Prostitution) und Armut und Gesundheit e.V (Prof. Dr. Gerhard Trabert).

Das Ziel des Kongresses ist eindeutig und mutig:

„Der Weltkongress will zur Aufklärung beitragen und wird Handlungsschritte für eine Gesellschaft ohne Prostitution entwickeln. Ziel ist die Einführung des Nordischen Modells (Sexkaufverbot) auch in Deutschland.“

Sprechen werden unter anderem Melissa Farley (Prostitution Research and Education), Dr. Ingeborg Kraus und Rachel Moran (SPACE International), deren Buch „Was vom Menschen übrig bleibt. Die Wahrheit über Prostitution“ wesentlich zur Aufklärung über Prostitution beiträgt.

Eine besondere Ehre ist es, Ruchira Gupta aus Indien mit ihrer Initiative Apne Aap und  „Last Girl First“ bei diesem Kongress zu erleben. Die internationale und ethische Perspektive ergänzen außerdem Prof. Dr. Gerhard Trabert (Armut und Gesundheit) und Prof. Dr. Elke Maack von der Universität Erfurt.

Zur Situation in Deutschland referieren Marie Merklinger, eine Frau, die aus der Prostitution ausgestiegen ist und die sich seit mehreren Jahren für Aufklärung und für die Einführung des schwedischen Modells einsetzt, Manfred Paulus als Experte zum Thema Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung und im Rahmen einer von Chantal Louis (EMMA) moderierten Podiumsdiskussion Vertreterinnen verschiedener Frauenorganisation aus Deutschland (Sr. Lea Ackermann von Solwodi, Sisters e.V., Terre des Femmes und Kofra – Kommunikationszentrum für Frauen zur Arbeits- und Lebenssituation).

Den schwedischen Ansatz zur Prostitution erläutern Per-Anders Suneson, Botschafter des schwedischen Außenministeriums und Grégoire Théry von CAP intl.

Der Kongress feiert außerdem 20 Jahre des „Schwedischen Modells“ mit einem Grußwort von Meghan Donovan von Talitha – eine Organisation zur Unterstützung und Ausstiegsbegleitung von Frauen in der Prostitution in Sweden, Rumänien und in der Mongolei.

Während des Kongresses wird eine Mainzer Erklärung erarbeitet. Zur Vertiefung gibt es Workshops für NGOs und zur „Loverboy-Methode“ von Dr. Ingeborg Kraus und Sandra Norak.

Regelmäßige Updates finden sich auf der Webseite zum Kongess: https://solwodiweltkongress.blogspot.com

Zur Anmeldung (um die mit dem Stichtag 19. März gebeten wird)  und für weitere Informationen:

Das Kontaktformular oder die Email-Adresse weltkongress2019@solwodi.de

 

 

 

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